Exchange Server SE 2026: CU1, CU2 und warum On-Prem-Kunden jetzt handeln müssen
Für Unternehmen, die Exchange noch selbst betreiben, hat sich die Lage 2025 und 2026 grundlegend verändert. Exchange 2016 und 2019 sind aus dem Support gefallen, die Subscription Edition ist die einzige verbleibende On-Prem-Option, und bei der Lizenzierung gelten neue Regeln. Wir fassen zusammen, was bekannt ist, und leiten daraus ab, worauf es jetzt ankommt.
Die Subscription Edition ist die neue Basis
Exchange Server Subscription Edition (SE) ist am 1. Juli 2025 erschienen. Sie läuft unter der Modern Lifecycle Policy, das heißt es gibt kein festes Support-Ende, solange man aktuell bleibt und die Cumulative Updates einspielt. Die Hardware- und Betriebssystemanforderungen entsprechen denen von Exchange 2019 CU15, zusätzlich wird Windows Server 2025 unterstützt.
Der entscheidende Stichtag liegt bereits hinter uns: Am 14. Oktober 2025 haben Exchange 2016 und Exchange 2019 ihr Support-Ende erreicht. Seitdem ist SE die einzige unterstützte On-Prem-Version von Exchange. Wer weiterhin eine dieser älteren Versionen betreibt, arbeitet ohne Sicherheitsupdates, ein Zustand, den wir aus Security-Sicht nicht empfehlen können.
CU1 und CU2: der Fahrplan für 2026
Microsoft hat für die Subscription Edition zwei Cumulative Updates in Aussicht gestellt. CU1 ist für die erste Jahreshälfte 2026 geplant, CU2 für die zweite Hälfte 2026. Besonders wichtig ist dabei ein Detail: CU2 wird die Koexistenz mit Exchange 2016 und 2019 blockieren.
Für Unternehmen, die noch einen gemischten Betrieb fahren, etwa während einer laufenden Umstellung, bedeutet das konkreten Handlungsdruck. Wer bis zum Erscheinen von CU2 nicht vollständig auf SE gewechselt ist, kann in eine unangenehme Lage geraten. Die Umstellung sollte daher frühzeitig geplant und die CU-Updates fest im Wartungsfenster eingeplant werden.
Neue Lizenzregeln: Software Assurance wird Pflicht
Auch bei der Lizenzierung hat sich einiges geändert. Der Bezug erfolgt nur noch über die Volumenlizenzierung. Und, das ist neu: Software Assurance (SA) ist jetzt Pflicht, und zwar sowohl für die Server-Lizenz als auch für die Client-Zugriffslizenzen (CALs).
Für viele Bestandskunden ist das eine spürbare Veränderung, die sich auf die laufenden Kosten auswirkt. Wer seine On-Prem-Umgebung fortführen möchte, muss die SA-Compliance sicherstellen. Das ist kein technisches, sondern ein lizenzrechtliches und kaufmännisches Thema, das rechtzeitig geklärt werden sollte, um böse Überraschungen zu vermeiden.
Was On-Prem-Kunden jetzt entscheiden sollten
Aus unserer Sicht müssen On-Prem-Exchange-Kunden aktiv werden, ein einfaches Weitermachen ist keine Option mehr. Es gibt im Kern drei Wege:
- Auf SE wechseln: On-Prem weiterbetreiben, CU-Updates konsequent einplanen und die SA-Compliance sicherstellen.
- Nach Exchange Online migrieren: Den Betrieb in die Microsoft-Cloud verlagern und den eigenen Serverbetrieb abgeben.
- Auf eine Alternative wie UNGANA Exchange wechseln: Eine gehostete Exchange-Lösung aus unserem eigenen deutschen Rechenzentrum.
Welcher Weg passt, hängt von Ihren Anforderungen an Datenhoheit, Kosten und Betrieb ab. Wir unterstützen bei der Exchange-Migration in Hamburg, betreuen Microsoft 365 und bieten mit UNGANA Exchange eine Alternative im eigenen deutschen Rechenzentrum. Im Rahmen unserer Managed IT Services übernehmen wir Betrieb und Updates auf Wunsch komplett.
Das Wichtigste in Kürze
Exchange 2016 und 2019 sind seit dem 14. Oktober 2025 aus dem Support, die Subscription Edition ist die einzige unterstützte On-Prem-Version. CU1 kommt in der ersten, CU2 in der zweiten Hälfte 2026, wobei CU2 die Koexistenz mit 2016/2019 blockiert. Software Assurance ist für Server und CALs jetzt Pflicht. On-Prem-Kunden sollten jetzt entscheiden: auf SE wechseln, nach Exchange Online oder zu UNGANA Exchange migrieren.